Werbung
Damit
potentielle Leserinnen und Leser Kenntnis von Ihrem Buch erlangen, muß dafür
geworben werden, und hier beginnen die Probleme auch schon. Als Selbstverleger
verfügen Sie wahrscheinlich über ein eher bescheidenes Werbebudget. Da die Schaltung
von Anzeigen in dafür geeigneten linken Zeitungen und Zeitschriften für Sie
höchstwahrscheinlich nicht in Frage kommen wird (weil zu teuer), empfiehlt sich
der Versand von Rezensionsexemplaren. Ob Ihr Buch aber auch tatsächlich rezensiert
wird, dürfte in erster Linie von dessen literarischer Qualität und Inhalt abhängen.
Ob es Sinn macht, potentiellen Rezensenten hinterherzutelefonieren, sei angezweifelt.
Redakteure dürften sich durch aufdringliche Verleger eher belästigt, denn motiviert
fühlen. Erleichtern Sie möglichen Rezensenten die Entscheidung, ob sie
Ihr Buch lesen sollen oder nicht, indem Sie einen sorgfältig formulierten "Besprechungsvorschlag"
beilegen. Dieser dürfte am ehesten dann Beachtung finden, wenn er in überschaubarem
Umfang Einblick in den Inhalt Ihres Buch bietet.
Machen Sie sich bereits
vor Vergabe des Druckauftrages Gedanken darüber, welchen Zeitungen und Zeitschriften
Sie Ihr Buch zur Rezension anbieten möchten. Davon hängt schließlich auch die
Stückzahl ab, die Sie drucken lassen wollen.
Bei der Auswahl der Rezensionsmedien
sollten Sie darauf achten, daß darin erstens überhaupt Rezensionen veröffentlicht
werden und daß diese zweitens von ihrer Zielgruppe, politischen Ausrichtung
und inhaltlichen Gestaltung her dem Inhalt Ihres Buches entsprechen.
Wie
finden Sie diese Medien? Da sind zuerst einmal die bekannteren Linken Zeitungen
und Magazine: TAZ, Freitag, Neues Deutschland, Junge Welt, Jungle World. Deren
Adressen finden Sie weiter unten aufgelistet. Was die zahlreichen kleineren
und eher regional orientierten linken Print-Medien betrifft, so wird Ihnen ein
im Herbst erscheinendes Verzeichnis linker Publikationen die Auswahl erleichtern
(erscheint im Verlag der AG SPAK). Da die meisten Redaktionen auch der kleineren
Publikationen inzwischen über eine eigene Website verfügen, kann es nicht schaden,
darauf vorab einen Blick zu werfen.
Im Zeitalter des Internet bietet sich
die Möglichkeit, eine Buchneuerscheinung per E-Mail zu bewerben. Dieses Vorgehen empfiehlt
sich vor allem im Hinblick auf die zahlreichen kleineren linken Publikationen.
Sollte das o.g. Verzeichnis auch die A-Mail-Adressen der Redaktionen enthalten,
bräuchten Sie diese nur noch abzuschreiben. Sie können dann eine E-Mail mit
einem Pressetext (Word-Datei mit einem "Besprechungsvorschlag")
im Anhang versenden, verbunden mit der Aufforderung, diesen zu veröffentlichen.
Gelegentlich
erscheinen Rezensionen von Büchern mit linken Inhalten auch in - sagen wir mal
- liberalen Zeitungen und Magazinen: Spiegel, Stern, SZ, Frankfurter Rundschau,
ZEIT (Redaktionsadressen siehe unten). Überlegen Sie selbst, ob es in Ihrem
Fall Sinn machen würde, Rezensionsexemplare an diese Publikationen zu versenden.
Dabei nicht zu vergessen: Sendungen immer an das Literatur-Ressort adressieren!
Und
hier die Redaktionsadressen:
Freitag:
Potsdamer Str. 89, 10785 Berlin, Tel. 030/2500870, Fax 030/25008710
Junge
Welt: Karl Liebknecht-Str. 33, 10178 Berlin, Tel. 030/5363550,
Fax 030/53635544
Jungle
World:
Bergmannstr. 68, 10961 Berlin, Tel. 030/61282731(Feuilleton),
Fax: 030/6182055
Konkret:
Ruhrstr. 111, 22761 Hamburg, Tel. 040/8512530; Fax: 040/8512514
Neues
Deutschland:
Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel.
030/29781,
Fax 030/29781600
TAZ:
Postfach 610229, 10923 Berlin, Tel. 030/259020, Fax: 030/2515028
Frankfurter
Rundschau:
Walther-von-Cronberg-Platz 2-18, 60594 Frankfurt am Main, Tel. 069/21991,
Fax: 69/21993425 (Feuilleton);
Spiegel:
Brandstwiete 19, 20457 Hamburg, Tel. 040/30070, Fax: 040/30072247
Stern:
Postfach 18, 20444 Hamburg, Tel. 040/37030, Fax: 040/37035631
SZ:
Sendlinger Str. 8, 80331 München, Tel. 089/21830, Fax: 089/2183787
ZEIT:
Speersort 1, 20095 Hamburg, Tel. 040/32800, Fax: 040/327111
Es empfiehlt
sich,vor Versand eines Rezensionsexemplares telefonisch zu eruieren, an welchen
Ansprechpartner das Exemplar geschickt werden soll.