Manuskript
ISBN-Nummer:
Falls Sie nicht mehr als 200
Exemplare Ihres Buches auflegen und diese im Bekanntenkreis
verschenken oder verkaufen wollen, können Sie getrost auf eine
ISBN-Nummer verzichten. Wollen Sie Ihr Buch jedoch (auch) über
den Buchhandel vertreiben, benötigen Sie eine ISBN-Nummer. Sie
können diese im Internet unter www.german-isbn.org oder per
Post bei der ISBN-Agentur, MVB, Großer Hirschgraben 17-21,
60311 Frankfurt a.M. beantragen. Für einzelne Buchprojekte
können Sie auch vo der Forums-Redaktion eine ISBN-Nummer
erhalten. Planen Sie die Veröffentlichung von mehr als 10
Büchern, benötigen Sie zusätzlich eine Gewerbeanmeldung, einen
Handelsregister- oder Vereinsregistereintrag. Es schlägt sich
in der ISBN-Nummer nieder, zu welcher der beiden
letztgenannten Gruppierungen Sie zählen.
Verzeichnis lieferbarer Bücher
(VlB):
Im VlB werden sämtliche lieferbaren Buchtitel gelistet. Sucht
der Buchhändler aufgrund einer Kundennachfrage nach einem
bestimmten Buch, dient ihm das VlB als Informationsquelle. Das
VlB erscheint sowohl in gedruckter als auch in digitaler Form.
Eintragungsformulare für das Vlb können bei der VLB-Redaktion,
Pf. 100442, 6004 Frankfurt a.M. (Tel. 069-1306-360; Fax: -395;
www.mvb-online.de)
angefordert werden. Sie können Ihre/n Titel aber auch via
Internet im VlB eintragen, und zwar unter
www.vlb.de,
vorausgesetzt natürlich, Sie haben sich zuvor angemeldet.
Deutsche
Bibliothek:
Jedes im VlB erscheinende Buch wird automatisch an die
Deutsche Bibliothek gemeldet. Sie sind verpflichtet, der
Deutschen Bibliothek zwei Exemplare eines jeden im VlB
angemeldeten Titels kostenlos zukommen zu lassen, wovon ein
Exemplar an die Deutsche Bücherei in Leipzig weitergeleitet
wird. Ein Exemplar müssen Sie außerdem an die Landesbibliothek
Ihres Bundeslandes abliefern. Die Deutsche Bibliothek hat
Ihren Sitz in der Adickesallee 1 in 69322 Frankfurt a.M. Die
Deutsche Bibliothek bietet im Internet einen
Neuerscheinungsdienst unter
http://dnb.ddb.de.
Buch-Innenteil:
Um die Vorteile des
Digitaldrucks nutzen zu können, sollte Ihr Manuskript in Form
einer Datei vorliegen. Das gängigste Format ist hierbei das
Word-Format. Existiert Ihr Manuskript - aus welchen Gründen
auch immer - bisher nur in Papierform, gilt es als
erstes, dieses zu digitalisieren.
Bevor ein Manuskript für den Digitaldruck aufbereitet wird,
sollte sichergestellt sein, daß es weitgehend fehlerfrei ist.
Abgesehen von den grammatikalischen Unsicherheiten, die die
neue Rechtschreibung mit sich bringt, ist vollkommene
Fehlerfreiheit wohl nur in den seltensten Fällen zu
realisieren. Sie können sich gegen Fehler, die hartnäckig
Ihrer Aufmerksamkeit entgehen, am besten dadurch wappnen, daß
Sie das Manuskript von einer zweiten oder dritten Person
korrekturlesen lassen. Verständlicherweise sollte es sich
dabei um Personen handeln, deren grammatikalischen
Kenntnissen Sie vertrauen können.
Das Impressum steht, wenn es sich am Buchanfang befindet, in
der Regel auf einer linken Seite, es kann aber auch genauso
gut am Ende des Buches stehen. Hier die wichtigsten
Elemente:
- Copyright-Vermerk mit Verlagsname und Verlagsort oder
Selbstverlags-Hinweis
- Hinweis: „Alle Rechte vorbehalten“
- Nennung der Druckerei und des Erscheinungsjahres, u.U.
Auflagenhinweis
- ISBN-Nummer
Sollten Sie über eine eigene Website verfügen, können Sie
natürlich auch deren Adresse auf der Impressumsseite
plazieren. Schauen Sie sich die Impressumsseite in anderen
Büchern an und entscheiden Sie dann, wie und mit welchen
Informationen, Hinweisen usw. Sie diese versehen wollen.
Daß ein Buch nicht nur aus dem eigentlichen Manuskriptteil
besteht, ist Ihnen sicherlich bekannt, deshalb soll hier auch
nicht weiter darauf eingegangen werden. Wie die Titelei, d.h.
die ersten Seiten eines Buches aussehen sollen bzw. können,
wird durch einen Blick in andere Bücher ersichtlich. Hier
empfiehlt es sich, allgemein gepflegte Standards einzuhalten,
um beim lesenden Publikum keine unnötige Verwirrung aufkommen
zu lassen. Dasselbe gilt für die Schlußseiten eines Buches
sowie die Umschlaggestaltung. Von Bedeutung ist in diesem
Zusammenhang noch, daß die gewählte Seitenzahl eines Buches
einschließlich aller Vor- und Nachspannseiten aus
drucktechnischen Gründen durch 4 teilbar sein muß.
Imnächsten
Arbeitsschritt gilt es, die Manuskriptdatei in ein
Layout-Format zu bringen. Dafür gibt es professionelle
Layout-Programme, über die aber wohl nur die wenigsten
Autor/inn/en verfügen dürften (z.B. PageMaker). Eingeschränkte
Laout-Funktionen besitzen heutzutage aber auch
Textverarbeitungsprogramme. Im Seitenlayout wird das Aussehen
der späteren Buchseiten festgelegt.
In einem weiteren Schritt wird die Layout-Datei in eine
PDF-Datei umgewandelt. Es gibt heute in jedem gut sortierten
Softwaregeschäft eine Reihe von Programmen, die Textdateien in
PDF-Dateien umwandeln können. Das PDF-Format ist für den
Einsatz auf einer Digitaldruckmaschine unabdingbar .
Buch-Umschlag: Für die Gestaltung des
Umschlages benötigen Sie in der Regel ein Grafikprogramm.
Einfache Gestaltungsergebnisse lassen sich bereits mit einem
modernen Textverarbeitungsprogramm erzielen. Da der Umschlag
jedoch die optische Visitenkarte Ihres Buches darstellt, lohnt
sich hier der Einsatz eines Grafikprogrammes, dessen Anwendung
natürlich erst erlernt sein will. Leistungsfähige
Grafikprogramme sind heutzutage ziemlich preisgünstig zu
erhalten. Achten Sie beim Erwerb eines solchen aber auf jeden
Fall darauf, daß es die Möglichkeit der Dateikonvertierung
nach PDF bietet, denn für den Digitaldruck empfiehlt sich die
Bereitstellung der Daten in eben diesem Format. CorelDraw
beispielsweise bietet ab der Version 9 die Konvertierung nach
PDF. Dieses und andere Grafik- sowie u.a. auch
PDF-Konvertierungsprogramme gibt es relativ preiswert etwa
bei
www.pearl.de.
Im
Hinblick auf die Umschlaggestaltunggibt es eine ganze Reihe
von Aspekten zu berücksichtigen:
- Die Umschlag-Graphik bildet sowohl Vorder- und Rückseite als
auch den Buchrücken ab (stellen Sie sich das Buch
aufgeschlagen vor). Hinzu kommt rundum eine Beschnittkante von
etwa 5 mm, die bei der Umschlagabmessung berücksichtigt werden
muß.
- Die Rückenstärke des Buches hängt sowohl von der Seitenzahl
und der Papierstärke des Innenteils als auch von der
Stärke des Umschlagkartons ab. Welches exakte Rückenmaß sich
aus beidem ergibt, muß in der Regel bei der ausführenden
Digitaldruckerei erfragt werden.
- Die Möglichkeiten der Umschlaggestaltung sind sehr
vielfältig und variieren sowohl entsprechend den zur
Verfügung stehenden technischen Hilfsmitteln (Software)
als auch dem persönlichen Geschick und Gestaltungsvermögen
beim Einsatz derselben.